Herrchen spritzte draußen die Rosen,
weil die Läuse die Blätter anfraßen und er ließ die Haustür offen. Passiert sonst nur Frauchen, aber seit ich neulich raus schoss, um Nachbars Katze zu zeigen, wo es lang ging, passt sie wieder besser auf. Jedenfalls nutzte ich die Gelegenheit und machte mich mal unbemerkt allein auf die Söckchen. Ich hatte viel Zeit, denn Frauchen kochte und sie aßen zu Mittag und da liege ich meistens in Frauchens Zimmer und sie vermissten mich nicht. Aber gleich danach fing erst Frauchen an mich zu suchen, dann schreckte Herrchen durch die Ruferei aus dem Mittagsschläfchen hoch und er ergriff sofort Halsband und Leine und stürmte los – das Handy vergaß er dabei. Während ich es genoss, ganz ohne Leine alle interessanten Ecken in den umliegenden Straßen mal richtig zu erschnüffeln, suchte mich Herrchen im Wald, wo wir sonst oft lang gehen. Frauchen regte sich gar nicht so auf, die hatte mal einen Dackel, der war manchmal tagelang weg und kam doch immer wieder – sie vermutete, mich würde schon der Durst nachhause treiben. Also ging sie vor´s Haus und hielt Ausschau – und sah mich weit hinten die Straße lang trödeln. Als sie pfiff, düste ich aber ganz schnell zu íhr und sie freute sich offensichtlich, mich zu sehen. Ob ich das jetzt öfters mache? Herrchen kam nach
einer Stunde wieder und auch ihm war die Wiedersehensfreude anzusehen. Hat gar nicht geschimpft, da habe ich auch mächtig mit dem Schwänzchen gewedelt. Ich muss mal sehen – wenn sie sich alle so freuen, kann das doch nur super gewesen sein?? Oder was meint Ihr? Jetzt bin ich aber erschossen wie weiland Robert Blum und halte mein Powerschläfchen. War ein cooler Trip!
Archive for Juni, 2011
Wir waren im Urlaub und spazierten um den Heidesee herum, um im Heidehotel zu essen – die fanden mich da natürlich “wie goldig” und brachten auch gleich Wasser für mich – die Hitze war mittags ätzend.
Auf dem Rückweg gingen wir wieder über die kleine Brücke zum anderen Ufer und auf der Brücke kam uns ein Artgenosse entgegen mit seinem Frauchen, die saß in einem Rollstuhl. Der Kleine hatte ganz kurze Haare und die Dame sagte ganz traurig zu Frauchen, sie hätte soo gern, dass ihr Havi auch so schöne lange Haare hätte wie ich, aber sie könne ihn leider nicht selber so pflegen, wie es nötig ist. Die Damen erzählten ein Weilchen und wir Kumpel beguckten gegenseitig unsere Hinterviertel, bis Herrchen sagte, nun macht mal langsam Schluss, die Leute warten – da hatten wir, ohne es zu merken, die Brücke gesperrt und hinter dem Rollstuhl standen eine Menge Leute mit insgesamt fünf Fahrrädern, die amüsierten sich und Frauchen entschuldigte sich auch gleich, aber alle lachten und meinten, sie hätten doch Urlaub. Aber wir fanden es prima, dass das Frauchen im Rollstuhl auch eine kleinen Havi als Begleiter hatte.![]()
Am anderen Tag waren wir im Wildpark, aber das war öde, die Kumpels da waren alle hinter Zäunen. Ein Waschbär kam zwar näher und ich dachte schon, wir könnten spielen, aber als ich mal
kurz kläffte, zur Begrüßung sozusagen, man ist ja höflich, machte er gleich die Flatter und verschwand über einem Balken irgendwo im Nirwana. Also jagte ich noch´n paar Enten und bald verließen wir diesen Park wieder – die anderen Kameraden hechelten auch alle an den kurzen Leinen und fanden wohl – genau wie ich – Wildpark ist doof.
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